Aluminiumfolien- und Bleche für Handel und Industrie

Eine Folie aus Aluminium ist alltäglich für uns. Sie ist aus dem Haushalt kaum wegzudenken. Umso verwunderlich ist es für so manchen, wenn man sich die Anwendungsbereiche über den Haushalt hinaus ansieht. Folienstärken sind individuell wählbar, je nach Anforderungen.

Materialeigenschaften

Bei Aluminium handelt es sich um ein vielfach eingesetztes Leichtmetall. Es hat eine viel geringere Dichte im Vergleich zu Stahl, wodurch in einigen Anwendungen deutlich Gewicht eingespart werden kann. Reinstes Aluminium wird eher in seltenen Fällen verwendet, vielmehr kommen verschiedene Legierungen zum Einsatz. Die häufigsten Legierungselemente sind Mangan, Magnesium, Kupfer und Zink. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass Aluminium annähernd Festigkeitswerte von Stahl erreicht, obwohl es wesentlich weniger Dichte besitzt.

Anwendung

Neben dem herkömmlichen Haushaltsgebrauch, ist die Anwendung von Alufolie überraschend vielfältig. Alubleche werden im Autobau verwendet, um entscheidend Gewicht einzusparen. Dadurch, dass die Folie gut abdichtet und keine Feuchtigkeit entweichen lässt, eignet sie sich ideal als Verpackungsmaterial. Die Folie wird deshalb auch oft auf Karton geklebt, sodass der Innenbereich abdichtet. Angewendet wird dies bei Milchpackungen oder Joghurtdeckeln.

Herstellung und Weiterverarbeitung

Aluminium wird zunächst elektrolytisch aus Aluminiumoxid gewonnen. In weiterer Folge wird es mittels Strangguss, ähnlich der Stahlerzeugung, zu einer Bramme verarbeitet. In Walzwerken werden sogenannte Coils erzeugt. Das sind dünne Bänder des Materials, die ähnlich wie eine Klopapierrolle, aufgewickelt sind.

Das Walzen kann man sich als Laie, wie bei der Teigverarbeitung vorstellen. Große Walzen drücken das Material und bewegen es hin und her. Dadurch wird das Material immer dünner und zugleich auch länger. Zunächst wird die Bramme warmgewalzt. Hierbei wird sie zuvor erwärmt und es findet eine Warmumformung statt.

Das Erhitzten des Materials ist notwendig, um die dicke Bramme auf eine Dicke von 1 bis 2 mm zu bringen. Der Prozess wird mehrmals wiederholt. Danach kommt das Coil in das Kaltwalzwerk. Hierbei wird das Coil in vielfachen Schritten auf eine Folienstärke zwischen 0,004 und 0,02 mm gewalzt.

Je nachdem ob es schlussendlich als Blech oder als Folie verarbeitet wird, sieht auch die Weiterverarbeitung aus. Bleche und dickere Alucoils werden im Folgeverbundwerkzeug gestanzt.
Dabei wird das Band durch das Werkzeug gezogen und je weiterem Schritt, stanzen Stempel, Matrizen und Schnittplatten entsprechende Löcher oder Biegungen. Diese werden dann als Halter oder Brackets im Autobau verwendet.

Wird die Alu-Bramme zu einer dünnen Alufolie verarbeitet, so wird diese zu einer, meist ca. 30 cm breiten, Rolle aufgewickelt. Das Handling ist dabei einfach und leicht. Alufolie ist in der Industrie somit sehr individuell einsetzbar.